Dieses Zitat begleitet mich in meinem künstlerischen Weg. Malerei bedeutet für mich, immer wieder den Mut aufzubringen, Neues zuzulassen, loszulassen und dem Unbekannten zu vertrauen.
Malerei ist für mich essenziell. Sie lässt mich erfahren, dass ich existiere. Wenn ich male, bin ich ganz im Augenblick, verbunden mit meinem Inneren und mit etwas, das größer ist als ich selbst. Malerei ist mein Lebenselixier, mein inneres Zuhause und meine Berufung. Sie entspringt einem tiefen Wunsch nach authentischem Ausdruck – nicht im technischen, sondern im existenziellen Sinn.
Meine Arbeiten entstehen aus der Unmittelbarkeit des Augenblicks. Sie sind spontan, ehrlich und voller Energie. Jedes Bild ist eine Erfahrung, die von Mut, Vertrauen und Erneuerung erzählt – vom Eintauchen in den Moment und von der Kraft, immer wieder neu zu beginnen.
Mein Schaffen bewegt sich in der Balance zwischen Intuition und Reflexion. In jedem Werk begegnen sich Bewegung und Ruhe, Chaos und Klarheit. Während des Malens öffnen sich Räume, in denen sich Wahrnehmung, Denken und Fühlen verändern. Jedes Bild ist ein Spiegel meines inneren Weges, ein Ort der Wandlung, an dem ich gemeinsam mit dem Werk wachse.
Abstrakte Malerei ist für mich ein Mittel, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Sie eröffnet die Möglichkeit, das Unsagbare, das Unhörbare und das Zwischen-den-Zeilen zu berühren. Ich versuche, innere Zustände in Farbe, Geste und Struktur zu übersetzen. Es geht mir nicht um Darstellung, sondern um Gegenwärtigkeit – um das Sichtbarwerden dessen, was jenseits der Sprache liegt.
Kunst ist für mich eine stille Form von Erkenntnis, ein anderes Begreifen von Wirklichkeit. Ich folge dem Unbewussten und vertraue darauf, dass das Bild weiß, was es werden will. Der Prozess ist bedeutender als jedes Konzept, denn in ihm liegt das Lebendige. Er ist Bewegung, Verdichtung, Öffnung und Loslassen zugleich – ein Dialog zwischen Innen und Außen, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren.
Meine Liebe gilt der Abstrakten Malerei. Sie eröffnet einen Raum der Freiheit, in dem Energie, Bewegung und Transformation erfahrbar werden – einen Raum, in dem Leben und Kunst eins sind.
Was im Atelier geschieht, setzt sich im Betrachter fort. Ein Bild kann berühren und etwas in Schwingung bringen, das lange verborgen war. Kunst ist Beziehung, ein stiller Dialog zwischen Malerei und Mensch, zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was in uns mitschwingt.
Die Farbe Weiß begleitet mich in vielen meiner Arbeiten. Sie steht für Klarheit, Leere und das Potenzial des Unbekannten – für die Stille vor dem ersten Ton, den Atem vor dem Wort.
Malerei ist gelebte Lebendigkeit. Sie atmet, wächst und verwandelt sich mit jedem Werk, so wie das Leben selbst. In ihr erfahre ich den fortwährenden Fluss zwischen Form und Auflösung, zwischen Sein und Werden.
Die Malerei von Sabine Burger entspringt einem lebendigen inneren Prozess. Ihre Werke entstehen nicht aus dem Wunsch, etwas darzustellen, sondern aus dem Bedürfnis, Erfahrung sichtbar zu machen. In ihnen verbinden sich Intuition und Bewusstsein, Bewegung und Stille, Emotion und Form. Jedes Bild ist ein Moment der Wandlung, eine Spur des Lebens, verdichtet in Farbe.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Haltung steht die Überzeugung, dass Malerei ein lebendiger Prozess ist, ein fortwährendes Werden, das sich mit jedem Pinselstrich neu entfaltet.
„Meine Bilder sind Erfahrungen“, sagt sie, „sie zeigen Spuren des Lebens.“
Diese Haltung ist getragen von Freiheit, Mut und Hingabe. Sie spricht von der Bereitschaft, immer wieder neu zu beginnen, Wege zu verlassen, Vertrauen zu fassen und niemals aufzugeben.
Die Farbe Weiß begleitet Sabine Burger in vielen ihrer Arbeiten. Sie ist Ursprung und Sammlung aller Farben, Symbol für Klarheit, Stille und Potenzial. In ihr bündeln sich Licht und Raum, Anfang und Möglichkeit. Durch Reduktion gewinnt ihre Malerei an Tiefe; Weiß wird zum Raum des Atems, zur Stille zwischen den Tönen, in der das Unsichtbare Form annimmt.
In Burgers Werken begegnen sich Bewegung und Ruhe. Ihre Malerei bleibt offen für das Unvorhersehbare, sie lädt zur Wahrnehmung und inneren Resonanz ein. Was im Atelier geschieht, setzt sich im Betrachter fort, als leiser Dialog zwischen Innen und Außen, zwischen Farbe, Gefühl und Bewusstsein.
Sabine Burger lebt und arbeitet in Wien und Klagenfurt. Nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie an der Universität Wien fand sie in der Malerei eine Form, innere Prozesse und emotionale Wahrnehmungen in sichtbare Energie zu verwandeln.
Ihre langjährige Beschäftigung mit Malerei und Objektkunst, zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland sowie ihre Lehrtätigkeit als Dozentin für Abstrakte Malerei in Deutschland und Österreich zeugen von einem konsequenten, tief verankerten künstlerischen Weg.
„Ein anderes Wort für Kreativität ist Mut.“
— Henri Matisse (1869–1954)
In diesem Satz liegt das Wesen ihrer Kunst. Sabine Burgers Malerei ist ein Akt des Mutes, ein stilles, aber kraftvolles Bekenntnis zum Leben selbst. Sie ist Begegnung, Transformation und Ausdruck, eine Einladung, das Lebendige zu spüren, das in jeder Farbe weiteratmet.